Wallstreet-Online Capital sieht ein enormes Potenzial. Denn von den rund 12 Millionen Anlegern, die in Investmentfonds investieren, ordern derzeit noch 95 Prozent über ihre klassische Hausbank, über Makler oder Versicherer. Dabei nehmen Investoren einen erheblichen Ausgabeaufschlag in Kauf, der zwischen einem und fünf Prozent betragen kann. Erst ein Prozent der Fondsanleger kauft seine Investmentfonds online. Laut einer Studie des BVI (Bundesverband Investment und Asset Management) wird dieser Anteil bis zum Jahr 2010 auf vier Prozent ansteigen.
Wallstreet-Online Capital sieht sich durch die Anbindung an das Finanzportal Wallstreet-Online der Muttergesellschaft gut gerüstet. Mehr als 100.000 finanzinteressierte Nutzer greifen pro Monat auf die Webseite zu. Die Plattform verbuchte im November mehr als 42 Millionen Seitenabrufe und ist damit nach Onvista.de die zweitgrößte Finanz-Website in Deutschland.
Börsengang von w:o in 2006?
Im nächsten Jahr könnte auch Wallstreet-Online selbst an die Börse gehen. Mehrheitsaktionär André Kolbinger bestätigte, dass es im Hause bereits "erste Überlegungen" in diese Richtung gäbe. Der Börsenstart stünde aber frühestens im zweiten Quartal nächsten Jahres statt.