Presseartikel aus Der Aktionär vom 29.11.2005.
 
Interview: Starkes Wachstum
 
Die Wallstreet-Online Capital AG will noch in diesem Jahr an die Börse. Branchenkreisen zufolge könnte die Erstnotiz bereits diesen Mittwoch erfolgen. Doch warum geht nicht die Muttergesellschaft Wallstreet-Online AG aufs Parkett? Diese und weitere Fragen stellte der aktionär im Vorfeld der Notierungsaufnahme in Frankfurt dem Vorstand des Börsenaspiranten René Krüger und dem Chef der Mutterfirma André Kolbinger.
 
DER AKTIONÄR: Warum strebt die Wallstreet-Online Capital AG eine Notiz an? Und warum geht nicht der Mutterkonzern an die Börse?
 
RENÉ KRÜGER: Wallstreet-Online Capital hat sich in den letzten zwei Jahren zum führenden Anbieter von Fondsprodukten über das Internet entwickelt. Wir glauben, dass wir mit einem Börsengang deutlich mehr Aufmerksamkeit erreichen werden, was sich unmittelbar auf die Umsatzzahlen auswirken sollte.
 
ANDRÉ KOLBINGER: Für die Wallstreet-Online AG könnte ein Börsengang mittelfristig auch eine Option sein.
 
DER AKTIONÄR: Mit welchem organischen Wachstum rechnen Sie und sind auch Akquisitionen geplant?
 
 
RENÉ KRÜGER: Im Vergleich zum Vorjahr sind wir 2005 bereits deutlich über 100 Prozent im Fondsabsatz gewachsen und werden Ende des Jahres knapp 30 Millionen Euro Fondsvolumen vermittelt haben. Für 2006 rechnen wir mit einem nochmaligen deutlichen Absatzwachstum. Dazu trägt vor allem das starke Wachstum im Bereich Investmentfonds bei. Über unsere Website www.fondsdiscount. de bieten wir über 6.200 Fonds mit bis zu 100 Prozent Agionachlass an und treffen damit das Interesse einer großen Zahl von Anlegern.
 
ANDRÉ KOLBINGER: Akquisitionen planen wir kurz- und mittelfristig nicht. Für uns steht primär der Ausbau unserer Produktpalette im Vordergrund.
 
DER AKTIONÄR: Haben sich die Altaktionäre zu einer Lock-up-Frist verpflichtet? Und wie hoch wird der Freefloat sein?
 
ANDRÉ KOLBINGER: Nein, eine Lock-up-Frist gibt es nicht. Da weder Management noch Großaktionäre den Verkauf wesentlicher Anteile planen, wird sich der Freefloat im Bereich von 12 bis 15 Prozent bewegen.